Erdgasauto im Brandtest

Ein Brandtest mit je einem Erdgas- und einem Benzinauto hat ergeben, dass gasbetriebene Fahrzeuge nicht gefährlicher sind. Bei beiden Brandverläufen kam es zu keiner Explosion. Dieses Ergebnis eines gemeinsamen Versuches präsentierten die OÖ. Ferngas Netz GmbH, das Landesfeuerwehrkommando OÖ und der ÖAMTC.

 „Dass Erdgas-Fahrzeuge im Vergleich zu benzin- bzw. dieselbetriebenen Autos gefährlicher, weil hochexplosiv sind, gehört ins Reich der Fabel“, räumt KommR Ing. Dr. Johann Grünberger, Vorstandsvorsitzender der OÖ. Ferngas AG und Geschäftsführer der OÖ. Ferngas Netz GmbH, nach einem gemeinsam mit dem OÖ. La ndes-Feuerwehrverband und dem ÖAMTC OÖ durchgeführten Praxistest mit einem diskriminierenden Vorurteil auf.

 


Durchgeführt wurde der Brandtest von der OÖ. Ferngas Netz GmbH gemeinsam mit Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wels und des ÖAMTC OÖ. Auch Landesbranddirektor Dr. Wolfgang Kronsteiner war im Vorfeld von der Idee dieses Tests überzeugt: „Die Anzahl von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben nimmt im Straßenverkehr immer mehr zu. Bei Erdgas als Kraftstoff besteht leider immer wieder eine gewisse Grundsorge – nicht nur bei den Fahrern, sondern auch bei den Einsatzkräften im Ernstfall vor Ort. Dieser Test bot eine ideale Gelegenheit, nachzuverfolgen, wie verschiedene Fahrzeuge im Brandfall reagieren. Diese Erkenntnisse sind für uns alle sehr wichtig und positiv“.

Der Brandtest zeigte im Vergleich, dass Erdgas-Fahrzeuge nicht brandgefährlicher als Diesel- oder Benzin-Autos sind. Die jeweilige Brandphase lässt sich beim Erdgas-Fahrzeug sogar einfacher beuteilen, weil ein Sicherheits-Überdruckventil bei fortgeschrittenem Brand durch die Hitzeentwicklung für ein kontrolliertes Ausströmen des Erdgases nach unten sorgt. „Es gibt definitiv keine Explosion – sowas sieht man nur in Actionfilmen. Betrachtet man das Flammenbild, gibt es auch keine Stichflamme zur Seite, da das Erdgas ja nach unten zur Straßenoberfläche ausströmt“, stellte Kronsteiner beim Test beruhigt fest.

Auch beim brennenden Benzin-Auto gab es keine Explosion, sondern lediglich einen sogenannten „Lachen-Brand“. Nach einer bestimmten Zeit platzt nämlich der Benzintank, Kraftstoff tritt aus und verbreitet sich unter dem Fahrzeug – je nach Beschaffenheit und Gefälle der Straße – auf einer mehr oder weniger großen Fläche.
Fazit: Ein Erdgas-Auto explodiert nicht und das Erdgas kann aufgrund technischer Voraussetzungen im Brandfall kontrolliert ausströmen. „Die Ergebnisse dieses Tests wollen wir allen Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung stellen. Wir wissen nun, wie man im Brandeinsatz bei Erdgas-Autos agieren muss und das ist für uns alle sehr wichtig. Denn im Ernstfall sind wir meist die Ersten vor Ort“, so Kronsteiner

In Österreich sind derzeit mehr als 8.300 Erdgas-Autos neu zugelassen.

Quelle: http://www.ooeferngas.at/


Termine

24.10.2018 / 18:30 - 21:00 Uhr
Einsatzbericht
27.10.2018 / 00:00 - 00:00 Uhr
Heißausbildung Schwechat
31.10.2018 / 18:30 - 21:00 Uhr
Reifenwechsel
03.11.2018 / 08:00 - 13:00 Uhr
Abschnittsübung
07.11.2018 / 18:30 - 21:00 Uhr
Schadstoffübung
10.11.2018 / 19:30 - 20:30 Uhr
Organisation an der Einsatzstelle (Chargenfortbildung)
14.11.2018 / 18:30 - 21:00 Uhr
Meldertätigkeiten an der Einsatzstelle

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